Einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit bildet das Kunstrecht, das Rechtsfragen im Umgang vor allem mit Kunstgegenständen, also Objekten der bildenden und auch angewandten Kunst, behandelt. Für den Bereich der darstellenden Kunst sind öfter Fragen des Urheberrechts relevant.

Wir beraten den Kunsthandel, Museen, Sammler und natürlich auch die Künstler selbst. Für den Kunsthandel und die Sammler stehen Probleme der Authentizität, des Versteigerungsrechts - Katalogangaben, Schätzungen, Expertisen usw. - auch des Ex- und Imports im Vordergrund. In bestimmten Bereichen des Kunsthandels kann auch der Kulturgüterschutz eine Rolle spielen. Für Museen, Archive und Bibliotheken wirft der (internationale) Leihverkehr Fragen auf. Die Häuser müssen sich außerdem mit Aspekten der Kunstversicherung und des Stiftungsrechts auseinandersetzen, die auch für den Sammler immer wichtiger werden.

In den letzten fünfzehn Jahren ist für den gesamten Kunstmarkt und die Museen auch die Raubkunst- und Beutekunstproblematik wieder stärker auf die Tagesordnung gerückt. Seit dem Washingtoner Abkommen von 1998 und der sogenannten Berliner Erklärung (Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz aus dem Jahre 2001) hat es auch in Deutschland eine Vielzahl von Restitutionen gegeben. Wir sind schwerpunktmäßig an einer Reihe nationaler und internationaler Raubkunstfälle beteiligt und arbeiten hier eng vor allem mit amerikanischen Kollegen zusammen.

Unser Partner Rechtsanwalt Dr. Ulf Bischof ist außerdem Herausgeber des Journals  KUR | Kunst und Recht, das sich mit aktuellen Fragen des Kunstrechts, des Urheberrechts und kulturpolitischen Themen beschäftigt.